Atem-Stimme-Sprechen & Sprachgestaltung

Im Sprechatelier Mondscheingasse bekommst du deine stimmlich-sprecherische Ausbildung für die Bühne. Wer die Bühnenreife-Prüfung absolvieren möchte, braucht sprecherisches Handwerkszeug: Sprachgestaltung und Sprechtechnik, unterschiedliche Textgenres von Shakespeare bis zu zeitgenössischen Texten, Lyrik & Prosa; und die korrekte Aussprache für die Bühne. Auch dein Stimmvolumen spielt eine wichtige Rolle!

Hier unsere Lernziele

  • Die Deutsche Bühnensprache wird vertraut und selbstverständlich „aus dem Bauch“ gesprochen.
  • Deine Stimme hat ihr volles Volumen entfaltet: du sprichst stimmökonomisch und raumfüllend, mit deinem ganz persönlichen Stimmklang.
  • Du kannst Texte lebendig werden lassen, berührend, fesselnd, komisch oder tragisch und sie verständlich in Struktur und Inhalt sprechen und spielen, auf deine unverwechselbare Weise als Künstlerpersönlichkeit.
  • Texte von der Antike bis zur Gegenwart: ob Sophokles, Shakespeare, Schiller, Thomas Bernhard oder Elfriede Jelinek –  du nimmst die verschiedenen Textgattungen zur Hand und kannst sie mit all ihren Herausforderungen meistern.

Dazu brauchst du:

1. Deinen Atem: Wir sprechen ja mit dem Ausatmen, Ausatem wird Stimme!
Du lernst dein Atemgeschehen frei zuzulassen. Der Einatemreflex schenkt dir schnell und ungehindert neue Atemluft. Du kennst Körperübungen, die Wohlspannung herstellen deine Muskulatur und Gelenke durchlässig für Stimmvibration machen.

2. Deine Stimme: Sie darf sich zu ihrem vollen Potential entfalten.
So bist du in der Lage, virtuos mit deinem Stimminstrument umzugehen und es frei zu gebrauchen und nach allen textlichen und inszenatorischen Anforderungen zu spielen und zu sprechen. Dadurch kannst du sowohl leise verständlich sprechen als auch stimmökonomisch schreien.

3.Bühnendeutsch und Sprecherisches Know-How:
Auf allen deutschsprachigen Bühnen wird einwandfreie Bühnensprache vorausgesetzt.

„Bühnendeutsch ist eine einheitliche Ausspracheregelung für die deutsche Schriftsprache im Theaterbetrieb des deutschen Sprachraums.“ Theodor Siebs hat im 19. Jhd. erstmals alle Ausspracheregeln unter dem Titel „Deutsche Bühnenaussprache“ zusammengefasst. Da er aus dem norddeutschen Sprachraum kam, gilt für alle – von Bayern über die Schweiz und bis Österreich: König wird zu „Könich“ und wenig zu „wenich“, „klein“ wird zu „klaen“ und „Käse“ zu „Käääse“. Die gute Nachricht: All diese Regeln sind mit etwas Übung erlernbar und werden selbstverständlich.

Gemäß Theodor Siebs soll die „Bühnensprache […] eine edle und darum sehr rein gesprochene Sprache sein. Keinesfalls darf aber die Sorgfalt der Aussprache die Lebendigkeit des Ausdrucks stören […]“.

Feedback bisheriger KundenInnen

Der Mix aus praktischen Übungen und das darauffolgende „Einbauen in meine Persönlichkeit“ (Anwenden in der Situation* Anm.) haben mir sehr gut gefallen. Ich könnte noch viele Stunden so weitermachen. Die Natürlichkeit, mit der die Inhalte vermittelt wurden hat mich sehr angesprochen – einfach WAUUU…Danke für so viel Einfühlungsvermögen. Danke für die wertvolle Kritik. Vielleicht gibt es noch mehr davon!!!

Doris W., Abteilung Personalausbildung

Ihr Auftreten und Ihre Methodik sind perfekt. Ihre ruhige und kompetente Art, Dinge anzusprechen, hat mir sehr weitergeholfen. Gerne möchte ich anschliessend an dieses wunderbare Seminar Einzelstunden bei Ihnen nehmen.

Alexander H., Anwalt in Wien

Beim letzten Meeting habe ich mich viel sicherer gefühlt als sonst. Ich war weniger nervös, meine Stimme war irgendwie voller und meine Hände haben von ganz alleine das Richtige gemacht. Ich hatte das Gefühl, dass meine Kollegen/innen mir zuhören und sich nicht langweilen. Das war eine tolle Erfahrung, SPRECHEN OHNE STRESS!

Ulrike G., In leitender Position in einem Unternehmen in Wien

Mehr zu Sprechunterricht:

Gemeinsam erarbeiten wir alle Kapitel der deutschen Bühnensprache: die Aussprache sämtlicher Vokale, Diphtonge und Konsonanten und alle Ausspracheregeln und ihre Besonderheiten und Ausnahmen.

Am Anfang stehen Übungen mit einfachen Wörtern und Lauthäufungen. Danach kommt die Arbeit an einem artikulatorisch passenden Text.

Wir beginnen mit kurzzeiligen Gedichten in Verbindung mit dem reflektorischen Einatem.
Wenn du schon vertrauter mit deiner Bühnensprache bist, bekommst du herausfordernde Texte. Das Wichtigste dabei: es darf Spaß machen!

Stimmliches und sprecherisches Lernen und Wachsen gehen Hand in Hand. Bühnensprache wird selbstverständlich.
Auch die großen sprecherischen und schauspielerischen Herausforderungen werden selbstverständlicher:

  • Lange Sätze mit Leichtigkeit sprechen
  • Leise verständlich sprechen: den Text senden
  • In großem Gefühl sprachlich präzise bleiben
  • Schreien – stimmökonomisch und verständlich

Die Arbeit an Rollentexten ist auch ein wichtiger Bestandteil deiner Stimmlich-Sprecherischen Ausbildung. Der Transfer aller deiner sprecherischen Skills auf die Bühne ist besonders wichtig!

Von mir bekommst du Texte, mit welchen wir gemeinsam an stimmlichen, sprecherischen und sprachlichen Themen arbeiten. Zusätzlich kannst du immer deine Rollentexte mitbringen. Wir arbeiten an der korrekten Aussprache und an Sprachgestaltung des Textes, wir üben alle Feinheiten – damit du auf der Bühne nicht mehr daran denken musst und frei bist, um zu spielen!