„Ich möchte endlich gehört und ernstgenommen werden!“

Weiterlesen Anna spricht hastig. Und sie spricht leise. Ich habe Mühe, ihr zu folgen und sie zu verstehen. Sie wirkt, als ob sie sich beeilen müsse und es ist wird schell anstrengend für mich, ihr länger zuzuhören. Ich fühle mich gestresst.
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Zu schnell, zu viel für mich!

Annas Lernziele sind bald klar formuliert und wir beginnen mit ihrem Stimm- und Sprechtraining. Die wichtigste Sprechübung, die Anna dabei geholfen hat, das passende Sprechtempo für Ihren Inhalt zu wählen, finden Sie hier, zum Ausprobieren für Sie. Bevor Sie beginnen, gönnen Sie sich ein kleines Warm Up:

Warm Up in 5 Minuten – vor dem Sprechen

  • Dehnen Sie sich genüsslich und seufzen Sie dabei einige Male
  • Lassen Sie jetzt Ihre Schultern kreisen – wechseln Sie dabei auch mal die Richtung
  • Massieren Sie nun Ihre Wangen
  • Lassen Sie Ihre Zunge mal den Mundinnenraum ausstreichen
  • Gehen Sie am Stand und heben Sie Ihre Knie dabei so hoch wie möglich! Die Arme dürfen wie beim Gehen mitschwingen und atmen ist dabei erlaubt :-)

Eine Übung für Ihr Sprechtempo:
Hören Sie sich selbst mit großen Ohren zu

1.) Sprechen Sie einige Sätze, die Sie in beruflichen Situationen häufig sagen, möglichst so, wie Sie meistens sprechen. Lenken Sie Ihre Aufmerksamkeit dabei auf Ihr Sprechtempo – und auch auf Ihre Stimme. Wie fühlt sich das gerade für Sie an? Merken Sie sich das bitte – für später.

2.) Bitte stellen Sie sich vor, in einer Kathedrale zu stehen, der Raum ist hoch – und es hallt darin. Sprechen Sie nun einige Silben oder zählen Sie einfach. Lauschen Sie dabei dem Hall, hören Sie sich selber zu: „Eins – zwei – drei….“ oder „Bababa – bobobo – bububu…“ Genießen Sie den Klang Ihrer Stimme im Raum.

3.) Sprechen Sie nun einige Male den folgenden Satz:
Sogar mein Schatten (lauschen Sie jetzt)
ist durch und durch gesund (lauschen)
an diesem Wintertag. (lauschen)

4.) Nun wählen Sie selbst einen Satz, nehmen Sie sich Zeit und genießen Sie den Klang Ihrer Stimme im Raum.

5.) Wiederholen Sie nun die Sätze vom Beginn der Übung. Behalten Sie Ihre aufmerksam lauschenden Ohren nun bei.

Wie fühlt sich das für Sie an? Was fällt Ihnen auf? Hat Ihr Sprechtempo sich im Vergleich zum Beginn der Übung verändert? Und wie klingt Ihre Stimme jetzt?

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Eine Woche später….

Anna kommt eine Woche später wieder ins Sprechatelier: “Ich habe das mit dem Lauschen im Meeting ausprobiert, ich habe dadurch etwas langsamer gesprochen und das fühlte sich sehr gut an, weniger Stress! Meine Kollegen haben mir zugehört! Und eine Kollegin meinte, es wäre jetzt viel leichter, meine komplizierten Inhalte zu verstehen“.

Anna sagt auch: „Ich wollte es immer schnell hinter mich bringen, weil es mir unangenehm ist, vor einer Gruppe zu sprechen. Das ist mir jetzt so deutlich aufgefallen. Wenn ich mir selbst zuhöre, fühlt sich das gut für mich an und ich kann spüren, dass auch meine Kollegen mir zuhören. Ich muss mich jetzt auch nicht mehr so beeilen, um schnell fertig zu werden – es interessiert sie ja. Ich nehme mir nun Zeit, damit alle meine Inhalte verstehen können.“

Wir arbeiten in weiterer Folge an Ihrer Aussprache und an ihrem Stimmvolumen. Anna bekommt auch einige Körpersprache-Tools, um nonverbal bewusst in Dialog gehen zu können. Sie fühlt sich nun sicher, wenn Sie vor einer Gruppe von Menschen spricht – ihre Körpersprache- und Sprechtechnik-Tools hat sie immer dabei.

Möchten Sie zu einer Schnupperstunde ins Sprechatelier kommen?

Ich würde mich freuen, Sie kennenzulernen und Sie auf dem Weg zu mehr Gelassenheit und Sicherheit zu begleiten!

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Mehr Infos und viele Übungen, Fallbespiele und Videos finden Sie in meinem Buch:

Mein Buch für Sie: Eine Frage der Präsenz

Wie wir etwas sagen, ist genau so wichtig wie der Inhalt selbst. Der Schlüssel dafür, andere für sich einzunehmen, zu überzeugen und zu begeistern, liegt in Körpersprache, Ausdruck, Stimme, Selbstsicherheit und in der Sicherheit unseres Auftritts. Unsere gezielte Selbstwahrnehmung ist dabei die Basis für Erfolg, Authentizität und Souveränität.

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Liebe Grüße aus dem Sprechatelier :-)
Eva Berner-Klemt