Vor kurzem sagt mir Daniel, ein junger Projektleiter im Training: „Ich merke, wie oft ich in Meetings etwas sagen möchte – und dann schlucke ich es runter. Weil ich denke, dass die anderen es sowieso besser wissen. Aber innerlich ärgere ich mich.“

Kommt dir das bekannt vor? Dieses Gefühl, nicht so richtig gehört zu werden? Dabei steckt in dir so viel Klarheit, Energie und Kompetenz. Die Kunst ist, sie auch nach außen zu zeigen – durch deine Stimme, deine Körpersprache und die Art, wie du den Raum einnimmst.

Deine Stimme – dein Resonanzraum

Deine Stimme ist wie deine persönliche Visitenkarte! An ihrem Klang erkennen deine Gesprächspartner:innen, wie du dich gerade fühlst: Ruhig und gelassen oder aufgeregt und gestresst, gelangweilt oder und Druck. Tiefere und klangvolle Stimme werden unbewusst als kompetent eingestuft. Schrille, gepresste oder angestrengte Stimme nehmen wir als unsicher wahr. Deshalb lohnt es sich, bewusst damit zu spielen!


Schon kleine Veränderungen wirken sofort:

  • Sprich mit dem „Brustton der Überzeugung“ – nicht aus der Kehle.
  • Nutze Pausen. Sie sind kein Schweigen, sondern der magische Moment, in deine Gesprächspartner deine Worte annehmen.
  • Trau dich, deine Stimme zu variieren – mal leiser, mal kraftvoller, mal langsamer, mal schneller.

Ich erinnere mich an Jana, die in einem Vortrag kaum zu hören war. Nach unseren gemeinsamen Übungen mit Atem und Stimme war sie selbst erstaunt.“Wow, das wusste ich nicht! Meine Stimme klingt so frei! Und so weit! Und es ist nicht anstrengend!“ Alle im Workshop hörten ihr aufmerksam zu.

Körpersprache – dein stiller Verstärker

Dein Körper redet immer mit. Selbst wenn du schweigst, sagt er: „Ich bin sicher“ oder „Ich bin unsichtbar“. Wenn du mehr Wirkung willst, beginne bei deiner Haltung:

  • Stell dich aufrecht hin, spüre deine Füße am Boden.
    Eine kleine Beweglichkeit darf immer bleiben, die Knie sind nicht durchgedrückt, sondern frei.
  • Öffne die Schultern – das gibt dir Präsenz und Selbstbewusstsein.
  • Nimm Blickkontakt auf. Nicht starren – auch deine Augen dürfen beweglich bleiben und alle Anwesenden schweifend mit Aufmerksamkeit versorgen.

Manchmal reicht es schon, einen Schritt nach vorne zu machen. Dieser kleine Schritt signalisiert: Ich bin da. Ich habe etwas zu sagen.

Raum einnehmen – sichtbar und hörbar sein

Raum einnehmen heißt nicht, dominant zu sein. Es heißt, dich ganz zu zeigen. In Meetings nicht hinten an die Wand zu rutschen, sondern dich mitten an den Tisch zu setzen. Deinen Standpunkt klar zu formulieren – auch wenn es Gegenwind gibt.

Eine Teilnehmerin hat es mal so beschrieben: „Plötzlich habe ich gemerkt, dass ich Platz habe. Ich fülle den Raum. Und ich muss mich nicht mehr anstrengen.“

Genau das passiert, wenn du dich nicht kleiner machst, als du bist.

Rhetorik – die Kunst, zu überzeugen

Aristoteles nannte Rhetorik „… die Kunst, durch Rede zu überzeugen.“ Und ja, es ist eine Kunst – aber auch eine Handwerkskunst. Du kannst sie lernen!

Ein paar Bausteine helfen dir sofort:

  • Gute Vorbereitung: Wenn du weißt, was du zu sagen hast, strahlst du Sicherheit aus.
  • Empathie: Stell dir in deiner Vorbereitung mal vor, DU sitzt selbst im Publikum. Was würde dich berühren?
  • Einstieg: Starte mit einer überraschenden Frage oder einer kurzen Geschichte.
  • Storytelling: Bilder im Kopf bleiben länger hängen als Zahlen.
  • Finale: Schließe mit einer klaren Botschaft – einem Satz, den alle mitnehmen.

So entsteht der Eindruck eines Dialogs, auch wenn du gerade allein sprichst.

Einladung zum Workshop „REDEN OHNE STRESS“

Wenn du all das nicht nur lesen, sondern spüren und üben möchtest, lade ich dich herzlich ein zu meinem Workshop:

In diesem Training nimmst du dir selbstverständlich Raum – mit deiner Präsenz, deiner Stimme und deinen Ideen. Wir arbeiten an:

  • deiner idealen Sprechstimmlage
  • deinem frei fließenden Atem für mehr Gelassenheit
  • klarer Artikulation und abwechslungsreicher Sprechweise
  • Punkten und Pausen, die Struktur und Klarheit geben
  • deiner Körperhaltung in Sitzen und Stehen – für eine stabile Mitte
    Durch feine Körperübungen aus der Körperorientierten Stimmpädagogik Atem-Tonus-Ton öffnen wir Resonanzräume, damit deine Stimme klangvoller wird und du dich leichter präsentierst. So entwickelst du Gelassenheit und Präsenz, die dir auch in stressigen Situationen Halt geben.Und das Beste: Du erlebst, wie es sich anfühlt, deinen Raum bewusst einzunehmen – und welchen Unterschied das in deiner Kommunikation macht.

📅 Freitag, 26.09., 10:00–15:00 Uhr

👥 Kleine Gruppe mit 3–5 Personen

💶 EUR 249,- zzgl. 20 % USt.

📍Sprechatelier Mondscheingasse, 1070 Wien

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Durchsetzungskraft – leise Stärke

Viele glauben: „Ich muss einfach lauter sein.“ Nein. Wahre Durchsetzungskraft entsteht durch innere Ruhe, Klarheit und das Vertrauen in deine eigene Stimme.

Wenn du dich selbst spürst, werden es auch die anderen tun.

Fazit

Stimme, Körpersprache, Raum und Rhetorik – das sind deine Werkzeuge, um gehört zu werden. Es geht nicht darum, dich zu verstellen, sondern darum, das, was in dir steckt, sichtbar und hörbar zu machen.

Wenn du dir erlaubst, mehr Platz einzunehmen, wirst du merken: Du musst dich nicht anstrengen. Du wirst gehört. Du wirst ernst genommen. Und du wirst erleben, dass deine Botschaften wirken.

Und vielleicht sagst auch du bald: „Ich habe gemerkt: Ich darf Raum einnehmen. Und plötzlich hören mir alle zu.“


Liebe Grüße aus dem Sprechatelier

von Eva